Diese Frage tauchte in meinem Kopf auf, als ich den Artikel “Abercrombie&Fitch – die neue Penner-Marke” las. Er schildert, wie ein US-Amerikaner mit unorthodoxen Mitteln versucht, die rigide Zielgruppenpolitik des Klamottenverkäufers ad absurdum zu führen. Er verschenkt einfach Second-Hand-Ware von A&F an Menschen, die so überhaupt nicht zur Zielgruppe gehören.
Es ist wieder mal soweit! Die “Essensretter” von Foodwatch haben wieder einen würdigen Empfänger ihres Goldenen Windbeutels gekürt. In diesem Jahr hat es den Produzenten der seit Jahrzehnten bei Schülern außerordentlich beliebten Capri-Sonne getroffen.
Die PR-Agentur Grayling hat kürzlich ihre aktuelle PULSE-Studie zu aktuellen und künftigen PR-Trends veröffentlicht. Dabei wurde das Feld der Corporate (Social) Responsibility (CR) unter die Lupe genommen. Fragen zur Motivation für eine CR-Strategie, ihrer Umsetzung etc. wurden gestellt. Die Ergebnisse sind teils wie erwartet, teils überraschend. So ist die Auskunft, dass ein knappes Drittel der über 1300 befragten Unternehmen eine CR-Strategie aus ehrlichem Verantwortungsbewusstsein gegenüber Gesellschaft und Umwelt entworfen hat, doch nicht unbedingt wie erwartet. Eher wären stärkere äußere Einflüsse anzunehmen gewesen.
Zum Wochenende noch kurz ein wirklich hübsches Fundstück: In den letzten Tagen ging eine Mail des LEGO-Kundenservice’ durchs Netz. Ein siebenjähriger Junge hatte eine Figur seines LEGO-”Ninjago Ultrasonic Raider” verloren und bat um Ersatz. Nichts Ungewöhnliches, vermutlich. Ungewöhnlich ist hingegen die Antwort des Spielzeugherstellers. Sie zeigt, wie Kundenbindung funktioniert. Und wie PR 2.0 funktioniert.
“Ist es Zensur, wenn man beleidigende Äußerungen sperrt?” Das fragte am gestrigen Montag der Ostholsteiner Anzeiger auf seiner Facebook-Seite. Sie haben es nämlich getan. Und den betreffenden User außerdem gleich gesperrt. Nun ja, wie vorauszusehen war, gab es auch gleich Kommentare, die den Untergang des Abendlandes in Form von abgeschaffter Pressefreiheit drohen sehen, wenn eine Beleidigung gelöscht wird.
Sind Heizpilze böööse böse Klimakiller, die verboten gehören? Diese Frage lässt seit gestern das Forum des Online-Angebots der Kieler Nachrichten heiß laufen – ein Mini-Shitstorm gewissermaßen. Ein Ratsherr der Kieler Linken lancierte diesen Vorschlag. Und auch die Grünen scheinen bei diesem Schlüsselwort nicht abgeneigt. Allerdings trifft das Anliegen bei den Diskutanten im Forum auf massive, fast einstimmige Abneigung.
Es gibt Unternehmen, die eigenen sich wesentlich besser als Empfänger eines Shitstorms als andere. Telekommunikationsanbieter zum Beispiel. Und zwar – wieder einmal – Vodafone. Und wieder auf Facebook. Eine Beschwerde am Dienstag, und das Unheil nahm seinen Lauf.
Inkasso. “Abzocke”, “Verbrecherbande”, “Mafia” und so weiter, das sind beliebte Worte von Inkasso-Betroffenen gegen die Eintreiber der – berechtigten oder unberechtigten – Zahlungsrückstände. Ein solcher ist der Youtube-Nutzer “Speichencowboy”. Der hat den Nationalfeiertag genutzt, ein entsprechendes Video auf der Sharing-Plattform hochzuladen.
Einmal mehr sorgt schlechter Kundenservice dafür, dass einem Unternehmen Kunden abhanden kommen. Einmal mehr drückt ein User seine Unzufriedenheit mit seiner Versicherung aus. Klar, wenn der Kundenservice kaum einmal erreichbar ist und – im Falle, dass – auch nicht unbedingt mit Kompetenz überzeugt … Da möchte man seiner Enttäuschung Luft machen. Gerade, wenn es auch um “Puff-Belohnungen” bei gleichzeitigen Entlassungen geht. So tat es “User0815-1″ am heutigen Freitag auf Ciao.
Es ist immer schön, wenn Kritik auch dort ankommt, wohin sie gerichtet ist. Das ist im Social Web aber nicht unbedingt der Regelfall. Vielmehr wird dort gepostet, diskutiert, aufgeregt, empfohlen… Und das oftmals, ohne dass der eigentliche Empfänger der Kritik davon erfährt. Abhilfe schafft – na klar – Social Media Monitoring (SMM). Das betreibt anscheinend auch die Krankenkasse BKK ALP plus. Denn sie antwortet einer ihrer “Kundinnen”, die auf gutefrage.net nach Alternativen zu ihrer derzeitigen Krankenversicherung fragt, öffentlich.
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