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Was Ostern garantiert nicht in den Topf kommt…

5. April 2012

Autor: Mirko Strauchmann

Fund der Woche

Jetzt wird’s unappetitlich! Die Feiertage stehen bevor. Da kommt allerorten etwas Besonderes auf den Tisch. Nicht unbedingt passend dazu ist mir beim heutigen Monitoring dieser Thread begegnet: Die schlimmsten Fertiggerichte.

Gestartet wurde der Thread am 2. April auf myGully. Und – wie kaum anders zu erwarten – geht es gleich mit Dosenravioli los: “Irgendwelche Glibberdinger mit undefinierbarer Füllung in langweiliger roter Würgsosse.” In der Folge kommt noch das ein oder andere ungenießbare “Essensähnliche Präperat” [sic!] hinzu.

Dabei stoßen die beteiligten User auf einige Punkte, die ihnen sauer aufstoßen. Zum einen sind das die sogenannten Serviervorschläge, die auf der Verpackung ein mehr oder weniger lecker aussehendes Gericht zeigen, das dann allerdings “sowas von Null mit dem Inhalt zu tun hat.” Zum anderen herrscht eine gewisse Skepsis auch bei Werbesprüchen: “Interessant ist auch der Slogan “Don’t call it Schnitzel”. So kann man das Wort Schnitzel verwenden, ohne rechtliche Probleme befürchten zu müssen.”

Gleichzeitig herrscht immer wieder Verwunderung darüber, was es doch so alles gebe: “Panierte Rühreier die man in den Toaster Stopft!!!” oder “Schaschlikspieße aus der Dose, also das war eine Erfahrung die ich definitiv NICHT gebraucht hätte…” Dazu gibt es dann einen netten Kotz-Smiley.

Manchmal, das kennen einige sicher aus eigener Erfahrung, tauchen auch Fragen auf, die man sich nicht wirklich stellen möchte: “Die schmecken irgendwie immer nach ‘was ganz anderen…Ob ich immer welche erwische, bei denen die Verpackung falsch ist?” Auch der Geruchssinn wird mitunter strapaziert: “Erinnert mich an diese Fertigfrikadellen, die ein Kollegen manchmal ist. Wenn er die Packung öffnet, riecht es erstmal nach Pups”

Was das mit Reputation zu tun hat? Gerade in solchen Threads kann es mitunter hoch hergehen, und wenn die Foristen sich dann auf einen Hersteller einschießen – da reichen schon Gerüchte – kann bei entsprechender Reichweite schonmal die Meinung vieler Menschen kippen. Genauso kann es auch andersrum gehen. Manchmal wird ein Produzent auch in Schutz genommen, auch wenn er einmal Murks gemacht hat: “Nichts gegen den Hersteller Homann! ^^ Aber war ziemlich sicher der letzte und einzige Fertig-Kartoffelsalat, den ich in meinem Leben gekauft und gegessen habe!”

Natürlich taugen solche Threads auch dazu, Lebensmittel-Skandale breitzutreten. So zum Beispiel das Fleischimitat im Hackfleisch von Norma oder Netto und Plus. Oder die Diskussion um Analogkäse. Wie dem auch sei, die User hier verhalten sich relaltiv friedlich und nicht allzu aktiv. An anderer Stelle könnte das aber ganz anders aussehen und für einige Hersteller nennenswerte Reputationsschäden mit sich bringen. Somit bleibt voerst nur, zu warnen vor allzu großen Anpreisungen und/oder Unehrlichkeit auf Herstellerseite.

Der Reputation Blogger wünscht allen Lesern schöne Feiertage mit einem appetitlichen, aus frischen Zutaten gekonnt zubereiteten Festtagsmenü.

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Mirko StrauchmannMirko Strauchmann
Mirko Strauchmann, M.A., ist studierter Germanist, Historiker und Archäologe. Bevor er bei New Communication einstieg, sammelte er Erfahrungen in Lektorat und PR. Im Online Reputation Management führt er vor allem semantische Analysen und eine soziodemografische Einordnung der Schreiber der untersuchten Texte durch.
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