Heute geht der erste Tag der ersten Social Software Konferenz in München zu Ende und zwei Erkenntnisse stehen für mich schon jetzt fest:
1. Der Kongress hat Potenzial, steht aber noch am Anfang seiner Entwicklung.
Sowohl die Zahlen der Teilnehmer, wie auch die der Aussteller sind überschaubar. Es ist dem Veranstalter HLMC allerdings beim ersten Anlauf gelungen, ein beeindruckendes Programm mit vielen spannenden Themen und interessanten Referenten auf die Beine zu stellen sowie einen absolut professionellen Ablauf zu organisieren.
2. Social Media Monitoring ist kein Randthema mehr.
Von den 34 Vorträgen auf der Agenda befassen sich zehn und zwei halbe damit, wie man die Aussagen zu Marken in Social Media findet, bewertet und nutzt. Die Nuancierung variiert dabei. Mal stellen Anbieter die Vorzüge Ihrer Lösung vor, dann berichten Anwender aus der Praxis und schließlich geben Beobachter und Berater Überblicke über die verschiedenen Ansätze.
Angesichts der starken Fokussierung des Tagungsprogramms auf Tools und Vorgehensweisen beim Monitoring (oder „semantischer Suche“ oder „Listening“ oder „Analytischer Software“ – die Nomenklatur ist da ja ständig im Fluss), habe ich den Schwerpunkt des Reputation Control Beitrags mehr auf die Funktion des Monitorings für das Online Reputation Management eines Unternehmens gelegt.

Damit wir uns richtig verstehen: Die verschiedenen technischen Ansätze bei Suche, Relevanzbestimmung und Themenanalyse finde ich außerordentlich spannend und ich diskutiere jederzeit gern und ausführlich das Für und Wider intellektueller vs. automatischer Sentiment Analyse. Heute war es mir aber wichtiger, die Bedeutung des Social Media Monitorings für die dahinter stehende unternehmerische Aufgabe zu zeigen: Den Aufbau und den Erhalt des Markenwerts.
Außerdem gibt der Vortrag eine Orientierungshilfe bei der Suche nach dem richtigen Anbieter. Diese Entscheidung richtet sich nämlich nach der Reputationsrelevanz für ein Unternehmen und nach der benötigten Dienstleistungstiefe.
Vielen Dank an den Veranstalter und vor allem an die Teilnehmer und Aussteller für den angenehmen fachlichen Austausch! Ich freue mich über Kommentare – hier oder auf prezi.