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Studie: Gute Online Reputation verdient nachweislich Geld – und schlechte kostet Umsatz

23. Dezember 2009

Autor: Hans-Joachim Gras

Markenwahrnehmung
Marktforschung
Studien

Nach einer breit angelegten Befragung von mehr als 120.000 deutschsprachigen Internet-Nutzern im Herbst 2009 steht fest: Kundenbewertungen werden gelesen und beeinflussen direkt Kaufentscheidungen.

In der von Fittkau & Maaß Consulting durchgeführten Studie zeigt sich, dass nahezu jeder Internetnutzer (88 %) zumindest gelegentlich Produktbewertungen Anderer liest. Immerhin 23 Prozent aller Surfer sind gar besonders aktive Leser, die mindestens einmal pro Woche Kundenmeinungen abrufen.

Lesen_von_Nutzermeinungen_vor_Kauf

In dem Zusammenhang besonders wichtig: Ein großer Teil der Leser hält Kundenmeinungen im Netz nicht nur für informativer (46 %) sondern auch für  glaubwürdiger (41 %) als alle anderen Informationsquellen. Manager, die immer noch meinen, das sei alles nur ein Hype für Kids und von „unseren Kunden“ lese das ja doch kaum einer, dürfte es bald keine mehr geben. So oder so.

Bemerkenswert finde ich vor allem die konkrete Verbindung zwischen Produktinformation und Kauf. So nutzen fast zwei Drittel (59 %) der im Internet aktiven Konsumenten, Produktinformation anderer Kunden zur gezielten Kaufvorbereitung und lassen sich auch in noch viel erheblichen Maße von diesen beeinflussen: Fast jeder Zweite hat schon aufgrund von Kundenmeinungen einen bestimmten Kauf getätigt und sogar noch mehr Konsumenten ließen sich von einem geplanten Kauf abhalten (54,8 %).

Von besonders großem Interesse sind Kundenmeinungen beim Kauf von Technikprodukten, aber auch für Reisebuchungen, vor dem Autokauf oder dem Abschluss von Versicherungen werden diese als besonders relevant angesehen.

Praxisnahe, glaubwürdige Informationen von Kunden für Kunden gewinnen also massiv an Gewicht und stehen zunehmend den Marketingbestrebungen und Werbeversprechen der Konzerne als ernstzunehmende Größe gegenüber.

Die Konsequenzen, die diese Studie impliziert, sind gewaltig. Unternehmen geben zum Teil hunderttausende von Euros aus, um ihre Marken und Produkte so zu inszenieren und zu platzieren, wie sie es sich wünschen. Und jetzt wird ihnen die Deutungshoheit über ihre eigenen Produkte mehr und mehr entzogen. Wer also mit begrenzten Budgets möglichst viel für sein Image und seinen Umsatz tun möchte, muss Online Reputation Management (ORM) ab jetzt regelmäßig fest einplanen.

Unternehmen, die in den letzten 1-2 Jahren bereits eine passende ORM-Strategie entwickelt haben, profitieren jetzt von dem Trend. Für alle anderen ist das eine der wichtigen Hausaufgaben 2010.

Weitere Informationen zur Studie finden sich in der Pressemitteilung von Fittkau & Maaß.

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Kommentare

26.12.2009

Thorsten Wilhelm

Kundenmeinungen sind sehr wertvoll, für andere Kunden aber auch für die Herstellter und Händler. Erstere können ihre Entscheidungsfindung auf den Meinungen anderer aufbauen (diese mit heranziehen), die Händler & Hersteller erkennen, was ihre Kunden begeistert und unzufrieden macht. Rechtzeitig erfahren, können sie diese wertvollen Informationen nutzen und ihre Produkte & Services sofort verbessern. Es ist möglich mit den Kunden in eine partnschaftliche Beziehung einzutreten und so seine Leistungen “kundenorientiert” weiterzuentwickeln. Wer das erkennt und richtig nutzt, der wird immer zufriedener Kunden bekommen und immer mehr positive Kundenmeinungen.

In diesem Zuge bieten sich auch Blogs für und mit Kunden an. Hier kann man Kunden gezielt ansprechen, Diskussionen zu aktuellen Themen anstossen, im Gespräch bleiben und Ideen einholen und gemeinsam mit Kunden weiterentwicklen. Gute Beispiele solcher Blogs sind z. B. der Hess Natur Blog (http://de.hessnatur.com/blog/) und der Frankonia Kundenblog (http://www.eresult.de/wp_frankonia/).

Auch nach mehr als 15 Jahre E-Commerce gilt immer noch: Nichts ist wertvoller als das Gespräch mit Kunden.

22.01.2010

Fundstücke und Lesenswertes zu den Themen: Intranet-Usability, Reputation-Management, Crowdsourcing und Gestaltung von Bestellprozessen auf Online-Shops | usabilityblog.de

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Hans-Joachim Gras Hans-Joachim Gras
Hans-Joachim Gras beschäftigt sich seit vielen Jahren mit dem Aufbau von Marken und dem Wert von Empfehlungen als Marketinginstrument. Bevor der studierte Kaufmann und Wirtschaftsinformatiker seine Erfahrung als Berater für Reputation Control bei New Communication umsetzte, war er lange Geschäftsführer der 1998 von ihm mitgegründeten buchner documentation gmbh.
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