Ich tippe ein „A“ in das Suchfeld von Google. In Echtzeit schlägt Google mir vor, was ich suche: Amazon, Autoscout24 oder doch Avatar? Google Suggest heißt der Dienst der Suchmaschine, das seit über einem Jahr standardmäßig in Deutschland verfügbar ist. Es zeigt sich jetzt, dass längst vergessene Issues damit immer wieder auf dem Radar erscheinen.

25. März 2010
Autor: Hans-Joachim Gras
Markenwahrnehmung
Marktforschung
Reputation als Arbeitgeber
Risikomanagement
Strategie
Bevor man daran geht, ein wie auch immer geartetes Webmonitoring für ein Unternehmen, eine Marke oder ein Produkt aufzusetzen, sollten die Zielsetzungen und Fragestellungen klar sein. Das klingt wie eine Binsenweisheit und es ist mir auch ein wenig unangenehm, auf diese eigentlich selbstverständliche Tatsache hinzuweisen. Aber es muss wohl sein.
Immer wieder begegnet mir in Vorträgen oder Artikeln über Online Reputation Management (ORM) die mehr oder weniger pauschale Aussage, Netzwerke wie Facebook und Twitter sowie Videoportale wie Youtube und Vimeo seien von zentraler Bedeutung für die Markenwahrnehmung. Das trifft bei größeren Reputationskrisen á la Jako, Jack Wolfskin oder Nestlé natürlich auch uneingeschränkt zu, denn gerade die peinlichen Nachrichten über große Player verbreiten sich über diese Kanäle schneller als man Krisen-PR sagen kann. Nur sind Krisenfrüherkennung und Krisenhandling lediglich ein Teil von ORM. Für viele mittelständische Unternehmen spielen im täglichen Geschäft das Auffinden und die Beantwortung von Kundenmeinungen, Stärken-Schwächen-Analysen, Marktforschung und Konkurrenzbeobachtung eine viel wichtigere Rolle.
Seit Herbst 2009 ist Google Sidewiki nun am Start und langsam verbreitet es sich auch hierzulande. Die Idee ist so simpel wie möglicherweise folgenreich: Jeder Besucher einer Website kann in einer Leiste am Rand Anmerkungen zu der Seite schreiben, nachfolgende Besucher können diese lesen und bewerten. Zu vielen englischsprachigen Websites finden sich bereits zahlreiche mehr oder weniger hilfreiche Kommentare. Mit etwas zeitlichem Versatz nimmt diese Form der Kommunikation jetzt auch auf deutschsprachigen Seiten zu.
Dabei entwickeln sich in den Randnotizen teilweise richtige Dialoge. Im Schutz der scheinbaren Anonymität bemühen sich die meisten Kommentatoren auch nicht um eine besonders diplomatische Wortwahl. Hier ein paar willkürlich gewählte Beispiele: Weiterlesen
B-to-B-Unternehmen sehen sich im Web 2.0 den Chancen, aber auch den Herausforderungen eines ausgeprägten internationalen Wettbewerbs und direkten Leistungsvergleichs ausgesetzt. Benchmarking für diesen Bereich war noch vor kurzem eine aufwändige und langwierige Sache. Nun kann man innerhalb kürzester Zeit Informationen, und hier vor allem Meinungen und Bewertungen, sammeln und auswerten. Weiterlesen
Stern.de hat letzte Woche stichprobenweise Hotelbewertungsportale getestet. Dabei wurden zwei unterschiedlich unglaubwürdige Berichte erfundener Gäste an tripadvisor, trivago, holidaycheck und hotelkritiken geschickt. Nur hotelkritiken und holidaycheck haben beide Fakes erkannt, während trivago wenigstens einen der zwei Texte monierte. Der Stern folgert daraus unter anderem, dass Portale am glaubwürdigsten sind, wenn sie nicht am getesteten Geschäft mitverdienen. Weiterlesen
Lange wurde die B2B-Kommunikation von dem Ausspruch „Die B2B-Marke trägt Schuhe“ geprägt. Der Satz stammt von Kai Halters, Head of International Sales Marketing des Ventilatorenherstellers ebm-papst, und fiel auf der Markenkonferenz 2009 in Würzburg. Nach wie vor spielen Außendienst und Messen zwar eine zentrale Rolle für den Vertrieb. Doch gerade in der Kommunikation ist ein Veränderungsprozess zu bemerken: “Change to new communication“ könnte man sagen! Doch wie soll das gehen? Weiterlesen
Artikel mit Tipps und Tools zum Thema Live-Web-Monitoring findet man in den letzten Monaten in steigender Frequenz. Immer wieder wird dabei eine neue, kleine Software, ein Hack oder der phantasievolle Einsatz eines bekannten Dienstes vorgestellt, mit dem sich in Echtzeit Social-Media-Beiträge zu bestimmten Schlüsselworten finden lassen. Das Ganze wird dann als DER heiße Tipp zum Online Reputation Management abgefeiert. Oft bleibt beim Lesen dieser keywordgeschwängerten Texte leider der Eindruck zurück, dass der ganze Artikel eigentlich nur aus SEO-Gründen geschrieben wurde.
Die Liste der Tools ist lang und alle Autoren verweisen auf die Unmöglichkeit, sie vollständig zu erfassen. Hier eine persönliche Auswahl: Weiterlesen
REPUTATIONBLOGGER wird unterstützt von repuationcontrol - einer Dienstleistung rund ums Reputation-Management
© New Communication GmbH & Co. KG 2009
Kommentare
René Seyer „Gefällt mir“ (um im Kontext zu bleiben) ... [ weiter ]
Fundstücke vom 21.07.2010 « daniel rehn – digitales & reales [...] Juli 2010 · Hinterlasse einen Komment ... [ weiter ]
reputation » Twitter Trends ... Wer kennt das virale Rumpelstilzchen Prinzip ... [ weiter ]